Genesis UV 1.1
   

Erläuterungen



UV-Bestrahlung von Beschäftigten im Freien

Ergebnisse der Messungen mit GENESIS-UV seit 2014


Seit 2014 geht das IFA mit intensiven Messungen der Frage nach, wie stark berufliche Tätigkeiten mit UV-Exposition verbunden sind. Mehr als 1000 Probanden aus 95 Berufen mit 172 Teiltätigkeitsgruppen und 646 Teiltätigkeiten trugen bislang ein Dosimeter über sieben Monate arbeitstäglich. Details und Hintergründe zu den Messungen und den Projekten sind unter www.dguv.de/genesis zu finden!

Diese Webpage stellt in übersichtlicher Weise die Ergebnisse der Messungen dar, die eine ausreichende statistische Aussagekraft besitzen. Details zur Auswertestrategie und der Güte der Daten werden in Kürze in einem Report des IFA zu GENESIS-UV veröffentlicht.

Strukturell ist die Webpage - gleich zu den Ergebnissen dieser Arbeit - entlang des GENESIS-CODE aufgebaut. Das bedeutet, dass der Startpunkt für die Ergebnisdarstellung der Beruf ist. Daran anhängend kann die Teiltätigkeitsgruppe ausgewählt werden, wonach wiederum die Teiltätigkeit selbst gewählt werden kann. Für jeden Abschnitt sind detaillierte Informationen über die Exposition niedergelegt. Dabei wird zwischen der Tages- und der Halbstundenbewertung unterschieden, wählbar durch eine Auswahl der Reiter. Jedes Ergebnisfeld enthält folgende Informationen:

  • Monatliche Tagesmittelwerte (bzw. monatliche Halbstundenmittelwerte) in Form einer grafischen Darstellung mit Angabe des genauen Wertes.
  • Deskriptive Statistik zu den monatlichen Tagesmittelwerten (bzw. der monatlichen Halbstundenmittelwerte).
  • Angaben zur Jahresextrapolation. Dabei wird zunächst die Extrapolation auf den tatsächlichen Messzeitraum von April bis Oktober angegeben, sowie folgend unter Verwendung des Jahresextrapolationsfaktors (JEF) eine entsprechende Extrapolation auf das Jahr vorgenommen. Zur einfacheren Nutzung ist das Jahresergebnis noch einmal in die Einheit SED umgerechnet.

Eine solche Ressource ist kein statisches Element, sondern ständigen Veränderungen durch hinzukommende Daten ausgesetzt. Zudem ist es auch möglich, dass sich bereits abgelegte Daten durch neu hinzukommende Messungen des Berufs oder dem Hinzufügen einer neuen Teiltätigkeitsgruppe ändern. In den folgenden Tabellen bedeuten: Anzahl der Messwerte (N), monatlicher Tagesmittelwert (¬∅), Standardabweichung (σ), Standardfehler (σ/√N), 95%-Konfidenzintervall (95% Conf.), kleinster Wert der Stichprobe (Min), größter Wert der Stichprobe (Max), sowie die Breite des Datenintervalls (Δ). Die Anzahl der Messwerte ist dimensionslos, alle anderen Werte sind in J/m² oder SED (Standarderythemdosen, 1 SED = 100 J/m² erythemgewichteter Bestrahlung) angegeben.

Die Anwendung der Ergebnisse auf die BK-Nr. 5103 „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“ wird mittels eines separat geführten, aus diesen Ergebnissen entwickelten, Berufskatasters realisiert. Die hier gezeigten Daten sind zur wissenschaftlichen Verwendung und für Präventionsanwendungen vorgesehen.


„Freigegeben“

Die freigegebenen Werte für die gelisteten Berufe oder Teiltätigkeitsgruppen können in der Prävention Anwendung finden. Die statistische Analyse, die dem ermittelten Wert zugrunde liegt, ist ausreichend sicher für eine Verwendung der Jahresexpositionswerte in der Praxis, mit Ausnahme des Berufskrankheitengeschehens. Hierfür müssen noch andere Faktoren berücksichtigt werden, die nicht alleine in diesem Forschungsprojekt begründet sind. Für die Anwendung im BK-Geschehen verwenden Sie das separat geführte Kataster zur BK-5103

„Nicht freigegeben“

Die nicht freigegebenen Werte für die gelisteten Berufe oder Teiltätigkeitsgruppen können noch nicht für die Praxis verwendet werden. Sie werden der Vollständigkeit halber angegeben, um einen Wiedererkennungswert für Probanden aus diesen Berufen zu erzeugen. Zudem sind Unfallversicherungsträger eingeladen, sich an der weiteren Vervollständigung dieser Werte zu beteiligen, wenn sich im Versichertenkreis eine entsprechende Fragestellung ergeben sollte. Sofern die Exposition für einzelne Monate statistisch ausreichend genau ermittelt worden sein sollte, kann diese nicht zwangsläufig auf andere Monate übertragen werden.


Kontakt:
Team GENESIS-UV
genesis-uv@dguv.de

IFA